Zentralbank erhöht Zinsen

Die Zeit niedrigster Zinsen ist vorbei: Zur Bekämpfung der sprunghaft gestiegenen Verbraucherpreise erhöht die Europäische Zentralbank (EZB) erstmals seit zwei Jahren den Leitzinssatz um 0,25% auf 1,25%. Weitere Schritte sind wahrscheinlich. Als Folge werden Sparer profitieren, Kredite aber teurer.

EU-Zentralbank hebt Leitzins auf 1,25% an. Schlecht für Kreditnehmer

Die Maßnahme von EZB-Chef Trichet ist moderat, um nicht die unter enormen Schulden leidenden EU-Länder zu stark zu belasten, denn auch sie werden mehr für Kredite zahlen müssen. Die recht gute Konjunktur macht das verkraftbar. "Dass Tsunami und Libyen-Krieg zu keinem Einbruch an den Börsen geführt haben, ist ein klares Signal", bestätigen die Experten.

Wichtiger war jedoch die Eindämmung der Inflation (im Euroraum 2,6%). Gestärkt zeigte sich sofort der Kurs des Euro zum Dollar (siehe Grafik), was für uns die Inflationstreiber Öl und Rohstoffe verbilligt. Etwas mehr Ertrag sollten bald Sparbücher mit Zinsgleitklausel bringen, ab ca. Juli dürften Kredite teurer werden.