Verfasst von Admin am 23. Oktober 2011 - 18:07.
Wer 2003 einen Franken-Kredit abschloss, hat heute mit deutlich geringeren Verlusten zu kämpfen, als jemand, der erst 2005 über die Schweizer Währung finanzierte. Zwar brachte das Modell immer die versprochenen Zinsgewinne, die starke Aufwertung des Franken in den letzten Jahren machte diese aber wieder zunichte.
Ein 2001 aufgenommener Kredit von 100.000 Euro in Franken weist bisher einen Währungsverlust von 25.284 Euro auf, berechnete das Wirtschaftsmagazin Gewinn in seiner aktuellen Ausgabe. Abzüglich des Zinsgewinns von 16.574 Euro bleibt ein Verlust von 8.710 Euro. Wer 2003 einstieg steht heute mit einem Verlust von 5.570 Euro da.
Deutlich schlechter wird die Bilanz ab 2004. Der Verlust steigt auf 17.202 Euro. Bei Abschluss 2005 auf 17.618 Euro.
Glück im Unglück: Da die Fremdwährungskredite endfällig sind, wurden die Verluste bisher noch nicht realisiert. Kreditnehmer sollten sich daher von ihrem Bankberater ausführlich über das weitere Vorgehen beraten lassen. Nicht immer - vor allem bei langer Laufzeit - muss eine Konvertierung in einen Euro-Kredit die günstigste Lösung sein.